eine neue runde beninbummeln! nachdem ich schon am ersten wochenende die wiege des voodoo besichtigte (wir wollen ja ein gutes hochdeutsch sprechen) und schöne (vor allem in fotografischer hinsicht) eindrücke mitnahm, war dieses wochenende die hauptstadt des landes, das verschlafene nestchen porto novo dran. doch zuerst von ouidah, ich habe ja nicht davon berichtet (bisher):
an sich ist ouidah nur ein kleines städtchen, im gegensatz zu cotonou ganz hübsch, halt klein und ruhig. dafür hat es geschichte. und wie. und zwar: ouidah war der zentrale umschlaghafen bzw. abfahrthafen der sklaven richtung neue welt. mit umweg über senegal aber das ist minder wichtig. also: in ouidah wurden die ganzen sklaven verschifft und losgefahren. da die stadt allerdings nicht am meer liegt, mussten die sklaven immer eine 3,5 km lange route (des esclaves) langlaufen, bevor sie an den strand konnten. und da wurde (mit hilfe der unesco…man staune!) die porte du non retour errichtet. ganz nett. auf jeden fall echt sehenswert, ein imposantes bauwerk (im afrikanischen sinne) mit einer großen symbolischen bedeutung, sowohl in geschichtlicher hinsicht (siehe oben) als auch in einer religiösen voodooischen hinsicht. denn die sklaven und der sklavenhandel war ja eng mit dem voodoo verknüpft (die haitianer sind übrigens hauptsächlich beninischer herkunft!!) und somit ist die route des esclaves von statuen mit einer religiösgeschichtlichen bedeutung gesäumt. echt nett, sobald ich kann, verdeutliche ich meinen bericht mit interessantem fotomaterial. nun gut, um es kurz zu halten: ouidah ist ganz schön, ich habe die sklavenroute besichtigt und beschrieben, außerdem war ich im heiligen wald (hört sich nach harry potter an, ist aber kein zauber, sonder voodoo, also hexerei!) und das war auch echt interessant. ganz viele voodoostatuen und so zeugs. naja, sehenswert war es allemal…
aber jetzt, um den bericht kurz zu halten, ein paar infos auch zu porto novo. das ist nämlich echt ein kleines verschlafenes nest, dafür ist es schön. und zwar gibt es da auch ein paar koloniale bauten, so portugiesische herrenhäuser uns so, es gibt ein paar nette museen, einen lustigen königspalast (man bemerke den ausbau der touristischen infrastruktur benins: man wird in einen leeren raum geführt, mit verkohlten wänden: „das war die küche des palastes, an den wänden sieht man die spuren des feuers“. danke! echt schön und vor allem anschaulich!!) und auch ansonsten gibt es was zu sehen. wir hatten aber nicht allzu viel zeit, also haben wir den palast und das museum besichtigt (wir: andré, seine freundin aus nigeria, drei nigerianische kinder/jugendliche und ich) und haben uns dann wieder auf den heimweg gemacht. dann habe ich für alle ein kilo spaghetti al ragù gemacht (leider ohne parmesan und olivenöl, also echt nicht soooo lecker) und dann haben wir einen schlechten film geschaut und dann bin ich schlafen gegangen. ein schöner tag also, ganz nett und viel gesehen.
die arbeit beim ded schreitet auch so langsam voran, bisher habe ich viel gelesen, kreuz und quer durch administrative texte, ebenso wie programm des ded bzw. aufbau der jeweiligen institutionen etc. ich bin ein experte, was die kommunale wirtschaftsförderung angeht! zumindest bisher…
gut gut, freunde der sonne. tschüß!