…africa. so, neuigkeiten von meiner wohnung. während ich mittlerweile ein kartenlesegerät organisieren konnte, das ich allerdings noch nicht habe, bin ich auch schon in meine wohnung eingezogen. diese liegt in einem lustigen viertel von cotonou (akpakpa der name) und ist riesengroß. der vorteil: sie befindet sich direkt über einem ministerium (bzw. über einer zweigstelle) und somit habe ich einen nachtwächter, der auf mich aufpasst, das ist in meinem viertel vielleicht nicht unbedingt unsinnig. also kurz zu der wohnung: ein großes wohnzimmer (groß!!) mit esstisch und sofas und schreibtisch (den ich aber nicht benutzen werde…) dann zwei schlafzimmer mit doppelbett mit moskitonetzt und badezimmerchen, ein balkon. dann eine küche mit einer getrennten eingangstür, noch keine kochtöpfe, und noch ein winziger balkon. gegenüber eine noch unbewohnte ded-wohnung und ich habe sogar ein dach, auf das ich gehen kann, um fotos zu machen, das kommt noch. zu dem viertel ist zu sagen, dass es very african ist. no street im westlichen sinne, also geteert oder geplastert, häuser und baracken sind wild durchmischt. und viel leben auf der straße, das sowohl von den vielen frauen und kindern ausgeht, als auch von ziegen, hühnern, küken und anderen viechern, die die straße bevölkern…auf jeden fall bin ich der einzige yovo (weiße) im viertel, ich habe auch noch ein paar libanesen gesehen, aber die sind hier sowieso überall. aber man fühlt sich auch nicht bedroht oder so, im gegenteil, die leute sind ganz nett. und das tolle ist, dass man an jeder ecke was kaufen kann, bananen, brot und andere früchte. ganz schnuckelig.
am wochenende waren wir auch die nuit cotonoise erkunden, was licht- und schattenseiten hatte. lichtseiten waren die netten bars, in denen man gemütlich sitzen kann (abgesehen von der dröhnenden mucke), natürlich draußen. die zweite bar war netter und romantischer als die erste, das lag vielleicht auch daran, dass der strom ausgefallen war, also keine musik zu hören war und das licht nur durch kerzen etwas erleuchten konnte. dann sind wir in die erste disko. und es war schrecklich. also an sich ja ganz ok. musik bunt gemischt, hip hop und afrikanisches zeugs, leider auch modern talking, eine schattenseite. zudem eine weitere: die europäer und inder und pakistanis und libanesen die in dieser disko waren. man stelle sich das so vor. weiße männer ab dreißig aufwärts (eher aufwärts), die in ihrem heimatland nicht zu der frauenbegehrte elite gehören, können hier ganz einfach aufgrund ihrer hautfarbe ihre träume ausleben. das manifestiert sich darin, dass sie wie wild über die bühne hupsen, verschwitzt und betrunken, und dabei schöne afrikanerinnen um sie herumtanzen, die sie sich dann gefügig machen. dégoutant. mais bon. jedenfalls lief auch so ein gaddafi-verschnitt rum, mit sehr sexy offenen hemd bis zum bauchnabel und darunter feinripp-unterhemd. miam. wären da nicht so viele frauen auf ihm gewesen…naja gut. achso ja, ich vergesse, es gab auch ein paar einheimische in dem schuppen: die machten alles, um möglichst reich und sexy auszusehen, also dicke klamotten und champagner en masse. oder en ström. bon. die zweite disko war viel besser, ein menschliches ambiente, was nicht an ein bordell erinnnerte, sondern eher an eine tanzfläche, man muss sich zwar anstrengen, da man von allen seiten angetanzt wird (wieder spielt hier vorrangig die hautfarbe eine rolle…) und somit nicht nur tanzen muss, sondern auch sehen, dass man in ruhe tanzen kann und potenzielle vergewaltigerinnen sofort abwimmelt. naja, gut fürs ego isses allemal…zumindest für die, die es nötig haben. gut auf jeden fall alles in allem ein gelungener abend, einen der sexy tänzer aus dem new york (erste disko), ein weißer mit hässlichen rastazöpfen und bis zur brust hochgezogene hose habe ich übrigens gestern in der stadt gesehen…
mittlerweile habe ich auch meinen persönlichen zem-fahrer (also mopedfahrer) der mich jeden morgen zu hause abholt und nach der arbeit im büro abholt. das ist ganz nett, weil das ein bekannter von andrés haushälterin ist und dadurch seine zuverlässigkeit steigt. bei etwa 70.000 offiziellen mopedfahrern ist das nicht unbedingt von nachteil…die fahren ansonsten wie die henker rum hier in cotonou!
jut, ich mach es mal kurz und melde mich bald wieder, fehlendes ergänze ich bien sur!